Ernst Heilmann

Ernst Heilmann stammt aus einer jüdischen Familie und tritt schon mit 17 Jahren in die SPD ein. Er studiert Rechts- und Staatswissenschaften, arbeitet aber zunächst als Redakteur und Parlamentsberichterstatter. Im Ersten Weltkrieg wird er als Frontsoldat schwer verletzt. 1919 heiratet er Magdalena Müller, mit der er vier Kinder bekommt. Er nimmt seine publizistische Tätigkeit wieder auf und engagiert sich für „Kriegsbeschädigte“. Hauptsächlich widmet er seine Zeit aber der SPD: Zunächst als Fraktionsvorsitzender im Preußischen Landtag, von 1928 bis 1933 auch als Reichstagsabgeordneter. In zahlreichen Artikeln warnt er schon früh vor den Nationalsozialisten und ihren Plänen. Kurz nach dem Verbot der SPD wird Heilmann im Juni 1933 von der Gestapo verhaftet. Es folgen sieben Jahre Misshandlung, Demütigung und Folter in verschiedenen Gefängnissen und Konzentrationslagern. Am 03. April 1940 wird er im KZ Buchenwald ermordet.