Ernst Schneppenhorst

Ernst Schneppenhorst erlernt den Beruf des Schreiners und ist von 1906 bis 1918 Geschäftsführer des Deutschen Holzarbeiterverbandes in Nürnberg. Daneben ist er von 1912 bis 1920 für die SPD Mitglied des Bayerischen Landtages und 1932/33 Reichstagsabgeordneter. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verliert er sein Optikergeschäft und wird 1937 ein Jahr in Haft gehalten. Danach nimmt er wieder Kontakt zu Wilhelm Leuschner auf. Für diesen stellt Schneppenhorst im Herbst 1943 und im Frühjahr 1944 Kontakte zu ehemaligen Gewerkschaftern her. Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 werden diese Verbindungen aufgedeckt und Ernst Schneppenhorst wird verhaftet. Er wird im Konzentrationslager Sachsenhausen und später im Gefängnis Lehrter Straße inhaftiert. Zusammen mit den Mitgefangenen Albrecht Graf Bernstorff und Karl Ludwig Freiherr von Guttenberg wird Ernst Schneppenhorst am frühen Morgen des 24. April 1945 von einem SS-Kommando aus der Zelle geholt und ermordet.