Theodor Strünck

Der Jurist Theodor Strünck übernimmt nach dem Abschluss seines Studiums eine leitende Aufgabe in der Versicherungswirtschaft. In den frühen zwanziger Jahren fühlt er sich von nationalistischen Kräften mehr angesprochen als von den Parteien der Weimarer Republik. Die offenkundigen Rechtsbrüche nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten veranlassen ihn jedoch, sich oppositionellen Kreisen zuzuwenden. Auf Betreiben von Hans Oster wird Theodor Strünck 1937 als Reserveoffizier zur Verwendung beim Amt Ausland/Abwehr des Oberkommandos der Wehrmacht eingezogen und beteiligt sich bereits an den Umsturzplanungen des Jahres 1938. Er unterstützt in enger Zusammenarbeit mit Hans Oster und Carl Goerdeler die Umsturzbestrebungen. Nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli 1944 nutzt Theodor Strünck die sich ihm bietenden Fluchtmöglichkeiten in die Schweiz nicht, um seine Angehörigen nicht der „Sippenhaft“ auszusetzen. Er wird mit seiner Frau Elisabeth am 1. August 1944 festgenommen, am 10. Oktober 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und bis zu seiner Ermordung am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg gefangengehalten.