Der Pfad der Erinnerung erschließt die Gedenkregion Charlottenburg-Nord zwischen der Gedenkstätte Plötzensee und den benachbarten Kirchen, die sich dem Gedenken an den Widerstand gegen die Nazi-Diktatur widmen.

Symbol Straße

Weg auf öffentlichem Straßenland

Symbol_Weg

Weg durch die Kleingartenkolonien
Nur eingeschränkt barrierefrei, Fahrradfahrer*innen bitte absteigen. Kein Winterdienst in diesem Bereich. Bei Schnee und Eis bitte den Weg über den Friedrich-Olbricht-Damm nehmen.

Symbol Zuwegung

Zuwegung von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs

Symbol Strassen, die nach Menschen im Widerstand benannt sind

Straßen, Brücken und Gebäude, die nach Frauen und Männern benannt wurden, die im Nationalsozialismus Widerstand geleistet haben.

Gedenkstätte Plötzensee

Hüttigpfad

Evangelische Gedenkkirche Plötzensee

Heckerdamm 226

Katholische Gedenkkirche Maria Regina Martyrum

Heckerdamm 232

Evangelische Sühne-Christi-Kirche

Toeplerstraße 1/Ecke Halemweg

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Gedenkstätte Plötzensee

Am Ort der ehemaligen Hinrichtungsstätte im Strafgefängnis Plötzensee befindet sich seit 1952 eine Gedenkstätte für Opfer des Nationalsozialismus aus dem In- und Ausland. Zwischen 1933 und 1945 wurden hier mehr als 2800 Menschen nach Unrechtsurteilen der NS-Justiz ermordet, darunter viele Männer und Frauen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Der Ort dient dem stillen Gedenken.

Der Raum, in dem die Hinrichtungen stattfanden, ist heute Gedenkraum. Im Raum daneben informiert eine Ausstellung über die nationalsozialistische Unrechts-Justiz und die Menschen, die im Strafgefängnis Plötzensee durch das NS-Regime ermordet wurden.

Auf dem Gelände der Gedenkstätte stehen Auskunftsassistenten als Ansprechpartner für organisatorische Fragen zur Verfügung.

Adresse
Hüttigpfad
13627 Berlin
Träger: Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Öffnungszeiten
Täglich 9.00 – 17.00 Uhr
November – Februar 9.00 – 16.00 Uhr
(geschlossen 24. – 26. Dezember und 31. Dezember – 1. Januar)

Verkehrsverbindung
U-Bahnhof »Turmstraße« oder S-Bahnhof »Beusselstraße«, dann Bus 123 bis »Gedenkstätte Plötzensee«

Weitere Informationen
www.gedenkstaette-ploetzensee.de

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte direkt an:
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Telefon +49 30 26995000 oder
sekretariat@gdw-berlin.de

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Evangelische Gedenkkirche Plötzensee

Im Gebäudekomplex des Gemeindezentrums befindet sich die evangelische Gedenkkirche für die Opfer von Plötzensee (eingeweiht 1970). Mit der künstlerischen Ausgestaltung des Kirchenraums wurde der österreichische Künstler Alfred Hrdlicka beauftragt. Er gestaltete 1969 – 1972 den Bilderzyklus »Plötzenseer Totentanz«. Auf großformatigen Zeichnungen werden bildlich Szenen der Hinrichtungen in Plötzensee mit biblischen und gegenwartsbezogenen Szenen verbunden. Das Gemeindezentrum ist gleichzeitig Ort des Ökumenischen Gedenkzentrums Plötzensee »Christen und Widerstand«. Im Gottesdienstraum befindet sich die Ausstellung »Christliche Glaubenszeugnisse aus dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus«.

Adresse
Heckerdamm 226
13627 Berlin, Charlottenburg-Wilmersdorf

Öffnungszeiten
Montags und donnerstags 16.00 – 18.00 Uhr (offene Kirche)

Verkehrsverbindung
U-Bahnhof »Jakob-Kaiser-Platz«, dann Bus M21 oder 109 bis »Weltlingerbrücke«; Bus 123 bis »Gloedenpfad«

Weitere Informationen
www.charlottenburg-nord.de/gedenkkirche-ploetzensee

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Katholische Gedenkkirche Maria Regina Martyrum

Die 1963 eingeweihte Gedenkkirche der deutschen Katholiken ist den »Blutzeugen für Glaubens- und Gewissensfreiheit während der NS-Zeit« gewidmet. Die Besucher begegnen Kunstwerken von Hans Schädel, Fritz König, dem Kreuzweg von O. H. Hajek – und dem gewaltigen Altargemälde von Georg Meistermann, in dem Chaos, Untergang in Form und Farbe ausgedrückt sind.

Seit der Gründung des Klosters 1984 leben, arbeiten und beten direkt neben der Gedenkkirche Karmelitinnen. Die Schwestern erleben es als Herausforderung und als Chance, in Berlin einen Raum des Gebetes zu schaffen, der suchenden Menschen stets offensteht.

Adresse
Heckerdamm 232
13627 Berlin

Öffnungszeiten
Täglich 10.00 – 14.00 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten kann im benachbarten Klosterladen ein Schlüssel ausgeliehen werden.

Verkehrsverbindung
U-Bahnhof »Jakob-Kaiser-Platz«, dann Bus M21 oder 109 bis »Weltlingerbrücke«; Bus 123 bis »Gloedenpfad«

Weitere Informationen
www.gedenkkirche-berlin.de

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Evangelische Sühne-Christi-Kirche

Die 1962 – 1964 für die Bewohner der zeitgleich entstandenen Wohnsiedlung erbaute Kirche ist ein architekturhistorisch hervorgehobenes Beispiel für einen Kirchenbau der Moderne. Sie ist die erste von drei Kirchen in der Nachbarschaft des Plötzenseer Gefängnisses, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Die Kirche beginnt bereits auf dem Vorplatz mit der 1964 von Florian Breuer gestalteten Gedenkmauer. An ihr sind Namen versammelt, die zu Synonymen für das unermessliche Leiden geworden sind, das Menschen im 20. Jahrhundert einander zugefügt haben.

Adresse
Toeplerstraße 1/Ecke Halemweg
13627 Berlin

Öffnungszeiten
Nach den Gottesdiensten oder nach Vereinbarung (Telefon 030 3813478)

Verkehrsverbindung
U-Bahnhof »Halemweg«, dann 5 Minuten Fußweg; Bus 123 bis »Halemweg/Toeplerstraße«, dann 5 Min. Fußweg

Weitere Informationen
www.charlottenburg-nord.de/suehne-christi-kirche

Gedenkregion Charlottenburg-Nord

Führungen durch die Gedenkregion

Öffentliche Führungen auf dem „Pfad der Erinnerung“ durch die Gedenkregion Charlottenburg-Nord

Termin: Jeden ersten Samstag im Monat
Dauer: 3 –  3,5 Stunden, Führung in deutsch
Start: 10.00 Uhr vor der Evangelischen Sühne-Christi-Kirche, Toeplerstr. 1, 13627 Berlin U-Bahnstation Halemweg (U 7)
Tourende: Gedenkstätte Plötzensee, Hüttigpfad. Anschluss an die S-Bahnstation Beusselstraße (S-Bahn-Ring) oder den U-Bahnhof Halemweg (U 7) durch die Buslinie 123.
Kosten: 10,00 Euro p.P., ermäßigt 5,00 Euro

Der Weg führt entlang des ausgeschilderten Weges „Pfad der Erinnerung“ von der evangelischen Sühne-Christi-Kirche über die katholischen Gedenkkirche Maria Regina Martyrum und die Ev. Gedenkkirche Plötzensee (Heckerdamm) zur Gedenkstätte Plötzensee (Hüttigpfad). Es werden alle drei Kirchen und die Gedenkstätte Plötzensee besichtigt und erklärt. Unterwegs gibt Pfarrer Michael Maillard Erläuterungen zu den Hintergründen und zu den Namen von Straßen und Schulen, die nach Menschen des Widerstands benannt sind.

Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde Charlottenburg-Nord (in Verbindung mit dem Ökumenischen Gedenkzentrum Plötzensee)

Nähere Auskünfte und Anmeldung (erbeten, aber nicht notwendig):
Pfarrer Michael Maillard
Tel. 030-381 34 78 (Gemeindebüro)
maillard@charlottenburg-nord.de

Ökumenisches Gedenken

2009 hat sich der Verein »Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee. Christen und Widerstand« gegründet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen der zentralen Gedenkkirche der deutschen Katholiken Maria Regina Martyrum und der benachbarten Evangelischen Gedenkkirche Plötzensee zu intensivieren und daran zu erinnern, dass christlich motivierter Widerstand gegen den Nationalsozialismus auch ökumenisch ausgerichtet war.

Gemeinsam werden Veranstaltungen und Vorträge organisiert:

  • Monatliche »Plötzenseer Abende« (Ökumenische Friedensgebete, in der Regel am letzten Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr in der Krypta der katholischen Gedenkkirche Maria Regina Martyrum)
  • »Ökumenische Plötzenseer Tage« mit Gottesdiensten, Vorträgen und Konzerten anlässlich des Todestages von Helmuth James Graf von Moltke (rund um den 23. Januar)
  • Veranstaltungen rund um den 20. Juli
  • Projekttage für Schulen, Führungen durch die Gedenkkirchen, Seminare
  • Ausstellungen und vieles mehr

Eine Bibliothek mit Büchern zum Thema Widerstand ist im Aufbau.

Weitere Informationen und Termine:
www.gedenkzentrum.de

Erinnerung im Stadtraum

In der Gedenkregion Charlottenburg-Nord wurden seit den frühen 1950er Jahren fast alle Straßen, Plätze und öffentlichen Gebäude nach Männern und Frauen benannt, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus ganz unterschiedlichen Gründen Widerstand geleistet haben. Viele von ihnen wurden dafür von der NS-Unrechtsjustiz zum Tode verurteilt und im Strafgefängnis Plötzensee hingerichtet.

Weiterführende Informationen zu dem Thema finden Sie in der Broschüre Straßen – Namen – Widerstand. Wege in Charlottenburg-Nord von Heike Schönemann und Pfarrer Michael Maillard.

Service

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