Führungen durch die Gedenkregion

Öffentliche Führungen auf dem „Pfad der Erinnerung“ durch die Gedenkregion Charlottenburg-Nord

Termin: Jeden ersten Samstag im Monat
Dauer: 3 –  3,5 Stunden, Führung in deutsch
Start: 10.00 Uhr vor der Evangelischen Sühne-Christi-Kirche, Toeplerstr. 1, 13627 Berlin U-Bahnstation Halemweg (U 7)
Tourende: Gedenkstätte Plötzensee, Hüttigpfad. Anschluss an die S-Bahnstation Beusselstraße (S-Bahn-Ring) oder den U-Bahnhof Halemweg (U 7) durch die Buslinie 123.
Kosten: 10,00 Euro p.P., ermäßigt 5,00 Euro

Der Weg führt entlang des ausgeschilderten Weges „Pfad der Erinnerung“ von der evangelischen Sühne-Christi-Kirche über die katholischen Gedenkkirche Maria Regina Martyrum und die Ev. Gedenkkirche Plötzensee (Heckerdamm) zur Gedenkstätte Plötzensee (Hüttigpfad). Es werden alle drei Kirchen und die Gedenkstätte Plötzensee besichtigt und erklärt. Unterwegs gibt Pfarrer Michael Maillard Erläuterungen zu den Hintergründen und zu den Namen von Straßen und Schulen, die nach Menschen des Widerstands benannt sind.

Veranstalter: Ev. Kirchengemeinde Charlottenburg-Nord (in Verbindung mit dem Ökumenischen Gedenkzentrum Plötzensee)

Nähere Auskünfte und Anmeldung (erbeten, aber nicht notwendig):
Pfarrer Michael Maillard
Tel. 030-381 34 78 (Gemeindebüro)
maillard@charlottenburg-nord.de

Ökumenisches Gedenken

2009 hat sich der Verein »Ökumenisches Gedenkzentrum Plötzensee. Christen und Widerstand« gegründet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen der zentralen Gedenkkirche der deutschen Katholiken Maria Regina Martyrum und der benachbarten Evangelischen Gedenkkirche Plötzensee zu intensivieren und daran zu erinnern, dass christlich motivierter Widerstand gegen den Nationalsozialismus auch ökumenisch ausgerichtet war.

Gemeinsam werden Veranstaltungen und Vorträge organisiert:

  • Monatliche »Plötzenseer Abende« (Ökumenische Friedensgebete, in der Regel am letzten Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr in der Krypta der katholischen Gedenkkirche Maria Regina Martyrum)
  • »Ökumenische Plötzenseer Tage« mit Gottesdiensten, Vorträgen und Konzerten anlässlich des Todestages von Helmuth James Graf von Moltke (rund um den 23. Januar)
  • Veranstaltungen rund um den 20. Juli
  • Projekttage für Schulen, Führungen durch die Gedenkkirchen, Seminare
  • Ausstellungen und vieles mehr

Eine Bibliothek mit Büchern zum Thema Widerstand ist im Aufbau.

Weitere Informationen und Termine:
www.gedenkzentrum.de

Erinnerung im Stadtraum

In der Gedenkregion Charlottenburg-Nord wurden seit den frühen 1950er Jahren fast alle Straßen, Plätze und öffentlichen Gebäude nach Männern und Frauen benannt, die in der Zeit des Nationalsozialismus aus ganz unterschiedlichen Gründen Widerstand geleistet haben. Viele von ihnen wurden dafür von der NS-Unrechtsjustiz zum Tode verurteilt und im Strafgefängnis Plötzensee hingerichtet.

Die Biografien der auf diese Weise geehrten Männer und Frauen des Widerstands wurden zum überwiegenden Teil von der Gedenkstätte Deutscher Widerstand erarbeitet und zusammen mit den Fotos im Rahmen einer Kooperation mit dem Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf für die Website zum „Pfad der Erinnerung“ zur Verfügung gestellt. Sie sind Teil einer umfassenden Biographiesammung der Gedenkstätte, zu finden unter: https://www.gdw-berlin.de/vertiefung/biografien/personenverzeichnis/.